Lebensversicherung Steuer

Noch vor ein paar Jahren war es möglich die Erträge der Lebensversicherung steuerfrei ausgezahlt zu bekommen. Mit dem sogenannten Alterseinkünftegesetz, ist seit 2005 die Auszahlung der Versicherungsleistung nun nicht mehr steuerfrei. An der Beliebtheit von Lebensversicherungen hat sich jedoch nicht viel geändert. Die Kapitallebensversicherung ist nach wie vor eine gute Alternative der Altersvorsorge und die Risikolebensversicherung schützt Familienangehörige im Todesfall des Versicherten.
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LEBENSVERSICHERUNG STEUER: BESTEUERUNG VOR UND NACH 2005

Obgleich der Abschaffung der Steuerprivilegien kann der Versicherte, der nach 2005 seine Lebensversicherung abgeschlossen hat, steuerliche Vergünstigen erhalten. Nur die Hälfte der Erträge aus der Lebensversicherung werden besteuert. Voraussetzung hierfür ist eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren und die Vollendung des 60. Lebensjahres. Seit dem 31.12.2011 gilt sogar, die Vollendung des 62. Lebensjahres.

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Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 20
„(1) Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören
1.
Gewinnanteile (Dividenden), Ausbeuten und sonstige Bezüge aus Aktien, Genussrechten, mit denen das Recht am Gewinn und Liquidationserlös einer Kapitalgesellschaft verbunden ist, aus Anteilen an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, an Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften sowie an bergbautreibenden Vereinigungen, die die Rechte einer juristischen Person haben. 2Zu den sonstigen Bezügen gehören auch verdeckte Gewinnausschüttungen. 3Die Bezüge gehören nicht zu den Einnahmen, soweit sie aus Ausschüttungen einer Körperschaft stammen, für die Beträge aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 des Körperschaftsteuergesetzes als verwendet gelten. 4Als sonstige Bezüge gelten auch Einnahmen, die anstelle der Bezüge im Sinne des Satzes 1 von einem anderen als dem Anteilseigner nach Absatz 5 bezogen werden, wenn die Aktien mit Dividendenberechtigung erworben, aber ohne Dividendenanspruch geliefert werden;
2.
Bezüge, die nach der Auflösung einer Körperschaft oder Personenvereinigung im Sinne der Nummer 1 anfallen und die nicht in der Rückzahlung von Nennkapital bestehen; Nummer 1 Satz 3 gilt entsprechend. 2Gleiches gilt für Bezüge, die auf Grund einer Kapitalherabsetzung oder nach der Auflösung einer unbeschränkt steuerpflichtigen Körperschaft oder Personenvereinigung im Sinne der Nummer 1 anfallen und die als Gewinnausschüttung im Sinne des § 28 Absatz 2 Satz 2 und 4 des Körperschaftsteuergesetzes gelten;
3.
Investmenterträge nach § 16 des Investmentsteuergesetzes;
3a.
Spezial-Investmenterträge nach § 34 des Investmentsteuergesetzes;
4.
Einnahmen aus der Beteiligung an einem Handelsgewerbe als stiller Gesellschafter und aus partiarischen Darlehen, es sei denn, dass der Gesellschafter oder Darlehensgeber als Mitunternehmer anzusehen ist. 2Auf Anteile des stillen Gesellschafters am Verlust des Betriebes sind § 15 Absatz 4 Satz 6 bis 8 und § 15a sinngemäß anzuwenden;
5.
Zinsen aus Hypotheken und Grundschulden und Renten aus Rentenschulden. 2Bei Tilgungshypotheken und Tilgungsgrundschulden ist nur der Teil der Zahlungen anzusetzen, der als Zins auf den jeweiligen Kapitalrest entfällt;
6.
der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beiträge (Erträge) im Erlebensfall oder bei Rückkauf des Vertrags bei Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, soweit nicht die lebenslange Rentenzahlung gewählt und erbracht wird, und bei Kapitalversicherungen mit Sparanteil, wenn der Vertrag nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen worden ist. 2Wird die Versicherungsleistung nach Vollendung des 60. Lebensjahres des Steuerpflichtigen und nach Ablauf von zwölf Jahren seit dem Vertragsabschluss ausgezahlt, ist die Hälfte des Unterschiedsbetrags anzusetzen. 3Bei entgeltlichem Erwerb des Anspruchs auf die Versicherungsleistung treten die Anschaffungskosten an die Stelle der vor dem Erwerb entrichteten Beiträge. 4Die Sätze 1 bis 3 sind auf Erträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen, auf Erträge im Erlebensfall bei Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht, soweit keine lebenslange Rentenzahlung vereinbart und erbracht wird, und auf Erträge bei Rückkauf des Vertrages bei Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht entsprechend anzuwenden. 5Ist in einem Versicherungsvertrag eine gesonderte Verwaltung von speziell für diesen Vertrag zusammengestellten Kapitalanlagen vereinbart, die nicht auf öffentlich vertriebene Investmentfondsanteile oder Anlagen, die die Entwicklung eines veröffentlichten Indexes abbilden, beschränkt ist, und kann der wirtschaftlich Berechtigte unmittelbar oder mittelbar über die Veräußerung der Vermögensgegenstände und die Wiederanlage der Erlöse bestimmen (vermögensverwaltender Versicherungsvertrag), sind die dem Versicherungsunternehmen zufließenden Erträge dem wirtschaftlich Berechtigten aus dem Versicherungsvertrag zuzurechnen; Sätze 1 bis 4 sind nicht anzuwenden. 6Satz 2 ist nicht anzuwenden, wenn
a)
in einem Kapitallebensversicherungsvertrag mit vereinbarter laufender Beitragszahlung in mindestens gleichbleibender Höhe bis zum Zeitpunkt des Erlebensfalls die vereinbarte Leistung bei Eintritt des versicherten Risikos weniger als 50 Prozent der Summe der für die gesamte Vertragsdauer zu zahlenden Beiträge beträgt und
b)
bei einem Kapitallebensversicherungsvertrag die vereinbarte Leistung bei Eintritt des versicherten Risikos das Deckungskapital oder den Zeitwert der Versicherung spätestens fünf Jahre nach Vertragsabschluss nicht um mindestens 10 Prozent des Deckungskapitals, des Zeitwerts oder der Summe der gezahlten Beiträge übersteigt. 2Dieser Prozentsatz darf bis zum Ende der Vertragslaufzeit in jährlich gleichen Schritten auf Null sinken.“

DOPPELTER STEUERVORTEIL FÜR ALTVERTRÄGE IM TESTVERGLEICH

2005 wurden erhebliche Veränderungen bezüglich der Steuern für eine Lebensversicherung eingeführt. Altverträge, die noch vor 2005 abgeschlossen wurden, können von doppelten steuerlichen Vorteil profitieren. Die Beiträge für eine Lebensversicherung sind als Sonderausgabe steuerlich absetzbar. Die Leistungen und Kosten sind dabei gleichzeitig steuerfrei. Jedoch müssen bestimmte Voraussetzungen auch in diesen Fällen gegeben sein. Mehr zum Thema Lebensversicherung Rückkauf erfahren Sie auch auf diesem Beitrag.

Top 10 Steuertipps laut Computerbild.de

  • 1. Optimale Steuerklassenkombination nutzen (Steuerklassenkombination 4/4, Steuerklassenkombination 4/4 mit Faktor oder Steuerklassenkombination 3/5)
  • 2. Wechsel der Steuerklasse (Die Lohnsteuerklasse können Ehegatten/Lebenspartner einmal im Jahr wechseln)
  • 3. Das Faktorverfahren Faktorverfahren der Lohnsteuerabzu
  • 4. Lohnsteuerliche Freibeträge beim Finanzamt beantragen Die lohnsteuerlichen Merkmale (ELStAM)
  • 5. Keine verlängerte Abgabefrist für 2019 oder 2019
  • 6. Steuerabzugsbeträge für haushaltsnahe Dienstleistungen
  • 7. Private Krankenversicherung im Voraus bezahlen
  • 8. Gesundheitsvorsorge/Besondere Belastungen – Krankheits- und Kurkosten, Unfallkosten
  • 9. Geldwerter Vorteil statt Lohnerhöhung
  • 10. Bildungskosten (Studium, Aus-, Weiter- und Fortbildungen) absetzen

 

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE STEUERFREIE LEISTUNGSZAHLUNG

Wer von steuerfreien Leistungszahlen profitieren möchte, muss eine Vertragslaufzeit von 12 Jahren vorweisen. Darüber hinaus müssen mindesten fünf Jahre Beiträge gezahlt worden sein. Der Mindesttodesfallschutz muss bei 60 Prozent liegen. Wer sich für eine Leibrente entscheidet, muss Steuern zahlen. Die Höhe der Steuern ist vom Alter abhängig. Je später der Versicherte sich die Erträge seiner Lebensversicherung auszahlen lässt, desto geringer ist der monatliche steuerliche Anteil, den er zu zahlen hat.ERTRÄGE DER KAPITALLEBENSVERSICHERUNG WERDEN VERSTEUERT

Bei fondsgebundenen Kapitallebens- und Rentenversicherungen gelten noch einmal andere Regeln. Ein Teil dieser Versicherung wird wie Kapitalvermögen versteuert. Die Erträge sind nicht steuerfrei. Sie bilden den Unterschiedsbetrag zwischen den Leistungszahlungen des Versicherers und der gezahlten Beiträge des Kunden. Der Unterschiedsbetrag ist in allen Fällen bei der Steuer anzugeben.

Haushaltsnahe Dienstleistungen bei der Steuer

  • maximal steuerbegünstigt 2.550 Euro
  • Steuerermäßigung 20 Prozent
  • maximaler Steuerabzug 510 Euro
  • Mini-Jobs im Privathaushalt maximal steuerbegünstigt 20.000 Euro
  • Steuerermäßigung 20 Prozent
  • maximaler Steuerabzug 4.000 Euro
  • Handwerkerleistungen maximal steuerbegünstigt 6.000 Euro
  • Steuerermäßigung 20 Prozent (ohne Material)
  • maximaler Steuerabzug 1.200 Euro
WELCHE LEISTUNGEN SIND NICHT STEUERFREI

Erträge aus einer Lebensversicherung können auf verschiedenen Weise entstehen. Die zu versteuernden Gelder können sich aus folgenden Erträgen zusammensetzen:

  • fondsgebundenen Lebensversicherungen
  • Erlebensfall bei Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht, soweit keine lebenslange Rentenzahlung vereinbart und erbracht wird
  • bei Rückkauf des Vertrages bei Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht
  • bei Kapitalversicherungen mit Sparanteil, wenn der Vertrag nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen worden ist

Wer nach dem 31.12.2004 einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat, kann mit einem Wechsel des Versicherungsnehmers möglicherweise die Einkommensteuer sparen. Viele Eltern übertragen die Police ihren Kindern, da diese auf Grund des zu geringen Einkommens eine geringe Steuerlast besitzen.

Einkommensteuergesetz (EStG) § 10

„I. Versicherung im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG
1 Der Besteuerung nach § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG unterliegen die Erträge aus folgenden
Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall (kapitalbildende Lebensversicherungen):
Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, soweit nicht die Rentenzahlung gewählt wird, und
Kapitalversicherungen mit Sparanteil. Erträge aus Unfallversicherungen mit garantierter
Beitragsrückzahlung unterliegen ebenfalls der Besteuerung nach § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG.“

„Eine Versicherung im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 6 EStG unterscheidet sich von einer
Vermögensanlage ohne Versicherungscharakter dadurch, dass ein wirtschaftliches Risiko abgedeckt
wird, das aus der Unsicherheit und Unberechenbarkeit des menschlichen Lebens für den Lebensplan
des Menschen erwächst (biometrisches Risiko). Die durch die Lebensversicherung typischerweise
abgedeckten Gefahren sind der Tod (Todesfallrisiko) oder die ungewisse Lebensdauer
(Erlebensfallrisiko, Langlebigkeitsrisiko). Bei der Unfallversicherung mit garantierter
Beitragsrückzahlung stellen das Unfallrisiko oder das Risiko der Beitragsrückzahlung im Todesfall die
mit der Versicherung untrennbar verbundenen charakteristischen Hauptrisiken dar.“

NEUVERTRÄGE AB 2009

Auch bei Neuverträgen können Steuern gespart werden. Wer sich seine Leistungen in einer Summe auszahlen lässt, erhält einen steuerlichen Vorteil. Weiterhin muss eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren gegeben und das 60. Lebensjahr muss vollendet sein. 50 Prozent der Beitragssumme muss der Todesfallschutz einschließen. Wer sich eine monatliche Rente auszahlen lassen möchte, für den gelten die selben Bedingungen, wie für alle Altverträge, die Leibrente muss besteuert werden. Unter Lebensversicherung Testberichte erfahren Sie immer und aktuell die neusten Testberichte zu allen Produkten rund um Lebensversicherungen.

Die wichtigsten Steuerarten in Deutschland

  • Abgeltungssteuer
    Baulandsteuer
    Beförderungssteuer
    Biersteuer
    Börsenumsatzsteuer
    Branntweinsteuer
    Einkommensteuer
    Energiesteuer
    Erbschaftsteuer
    Ergänzungsabgabe
    Essigsäuresteuer
    Feuerschutzsteuer
    Gesellschaftsteuer
    Getränkesteuer
    Gewerbesteuer
    Grunderwerbsteuer
    Grundsteuer
    Hundesteuer
    Hypothekengewinn-abgabe
    Investitionssteuer
    Jagd- und Fischereisteuer
    Kaffeesteuer
    Kapitalertragsteuer
    KFZ-Steuer
    Kinosteuer
    Kirchensteuer
    Körperschaftsteuer
    Konjunkturzuschlag
    Leuchtmittelsteuer
    Lohnsteuer
    Lustbarkeitssteuer
    Mineralölsteuer
    Notopfer Berlin
    Ökosteuer
    Rennwettsteuer
    Salzsteuer
    Schankerlaubnissteuer
    Schaumweinsteuer
    Schenkungsteuer
    Solidaritätszuschlag
    Speiseeissteuer
    Spielbankabgabe
    Spielkartensteuer
    Stabilitätszuschlag
    Stromsteuer
    Süßstoffsteuer
    Tabaksteuer
    Tanzsteuer
    Teesteuer
    Tonnagesteuer
    Umsatzsteuer
    Vergnügungssteuer
    Vermögensabgabe
    Vermögensteuer
    Verpackungssteuer
    Versicherungssteuer

FAZIT LEBENSVERSICHERUNG STEUER

Das Kapitalwahlrecht spielt bei jeder Altersvorsorge und somit auch in der Lebensversicherung eine entscheidende Rolle, ob steuerlich Vorteile während der Leistungszahlung entstehen oder nicht. Kapitalwahlrecht bedeutet ob die Auszahlung monatlich oder als Einmalsumme getätigt werden soll. Die Versicherungsleistung unterliegt bei Neuverträgen in jedem Fall einer Besteuerung. Wer eine Police vor 2005 abgeschlossen hat, für den besteht die steuerfreie Versicherungsleistung unter bestimmten Voraussetzungen. Auch die eingezahlten Beträge sind bei der Steuer absetzbar. Wenn Sie sich für eine Lebensversicherung interessieren, können Sie unser Kontaktformular nutzen und unsere Experten erstellen für Sie ein kostenloses und unverbindliches Angebot.

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Quellen zum Thema Steuern:

https://www.vlh.de/kaufen-investieren/geldanlage/lebensversicherung-und-steuer-das-muessen-sie-beachten.htmlhttps://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-die-Lebensversicherung-faellig-wird-article19692896.htmlhttps://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/lebensversicherungen.htmlhttps://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10.html